Zwei Mal im Titel-Tiebreak gescheitert – neuer Versuch in diesem Sommer
Der erste Blick auf den Spielplan zeigte sofort, dass man nicht mehr gegen Mannschaften aus dem Raum Hannover, sondern ausschließlich gegen Mannschaften aus dem Kreisgebiet antreten musste – sehr zur Freude aller Beteiligten, da sich die Fahrtwege reduzierten und die Mannschaften des Kreisgebiets für ihre ausgesprochene Gastfreundlichkeit bekannt sind.
Die Spiele gegen Loccum (6:0), Anemolter-Schinna (6:0), Husum (5:1) und Deblinghausen (6:0) wurden dabei alle souverän gewonnen, sodass es am letzten Spieltag zum großen Aufstiegs-Showdown gegen die bis dato ebenfalls ungeschlagene Riege des Landesberger SV ging. Ein Unentschieden hätte bereits gereicht und der Aufstieg wäre perfekt gewesen. Doch der Start in die Partie lief so gar nicht nach Plan. Nach den Einzeln stand es 3:1 für den LSV, sodass beide Doppel gehörig unter Druck standen. In beiden Matches ging es nach gewonnenem ersten Satz noch in den Matchtiebreak und hier war die Spannung auf dem Höhepunkt. Das zweite Doppel konnte mit einem 10:5 den dringend benötigten Punkt einsammeln und auch im ersten Doppel sah es zunächst gut aus. Am Ende stand jedoch ein 7:10 auf der Anzeigetafel, sodass sich der LSV in diesem hart umkämpften Match durchsetzte, die Partie am Ende mit 4:2 gewann und mit einem Punkt Vorsprung aufstieg.
Die Enttäuschung über diese verpasste Chance währte aber nur kurz, da die SVE auch im Niedersächsischen Vereinspokal wieder für Furore sorgte. Nach Siegen über den Lokalrivalen des TKW Nienburg (3:0), den TC Meerbeck (3:0), den FC Schwalbe Döhren (2:1) und den TSV Schwarz-Weiß Hannover (2:1) stand wie im letzten Jahr das Halbfinale auf dem Programm. Dieses Mal jedoch nicht als Heimspiel, sondern als Auswärtspartie beim VfR Weddel. Und wie auch im letzten Jahr hatte die SVE im Halbfinale das Nachsehen und verlor die Partie mit 0:3, wobei anzumerken ist, dass der VfR Weddel im gesamten Turnierverlauf keine Partie abgab und auch das Finale mit 3:0 für sich entschied.
Somit starten die Sandplatzspezialisten der SVE in diesem Sommer einen neuen Anlauf und sind nach den verpassten Chancen im letzten Jahr umso motivierter, um den ersten Aufstieg ins Visier zu nehmen. Auf dem Weg dahin geht es für Nils Anding, Ruben Cordes und Co. gegen die bereits aus dem letzten Jahr bekannten Mannschaften aus Deblinghausen, Anemolter-Schinna, Loccum und Husum. Aber auch zwei neue Mannschaften wurden der 2. Regionsklasse, Gr. 375 zugeordnet, sodass die Sandplatzspezialisten der SVE darüber hinaus gegen den RSV Rehburg und den SC Grün-Weiß Großenvörde auf Punktejagd gehen werden. Die Mannschaft kann dabei aus einem großen Topf an motivierten Sportlern zurückgreifen, da alle auch letztes Jahr aktiven Spieler für die kommende Saison zugesagt haben und zusätzlich die Neuzugänge Veit Lahme, Tobias Lohr, Johannes Meyer und Olaf Grohs auf der roten Asche glänzen wollen.
Gelegenheit dazu wird es nicht nur in der Liga, sondern auch im TNB Vereinspokal geben. Nachdem es in den letzten beiden Jahren jeweils bis ins Halbfinale ging, soll auch in diesem Jahr ein erneuter Versuch unternommen werden, endlich das große Finalturnier zu erreichen.
Um die gesteckten Ziele zu erreichen und sich optimal auf die Saison vorzubereiten, wird sich die Mannschaft Mitte April in ein Kurztrainingslager nach Ankum in der Nähe von Osnabrück begeben. Neben dem Feilen an Technik sowie Taktik und dem Einüben von verschiedenen Spielformen soll vor allem die Stärkung des Teamgeistes auf der Agenda stehen, sodass das Programm von Vergnügungswart Tim Illguth sicherlich das eine oder andere Schmankerl beinhalten dürfte. Da auch letztes Jahr dort der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Saison gelegt wurde, wird diese Tradition fortgeführt und gehört mittlerweile fest in den Terminkalender der Mannschaft.
Aber auch abseits des Spielgeschehens ist im letzten Jahr einiges passiert. Nachdem die beiden Tennisplätze in der Vergangenheit immer kostspielig von einer Fachfirma hergerichtet wurden, übernahm die Mannschaft diese Aufgabe und erweckte beide Courts in Eigenleistung aus dem Winterschlaf. Nach dem Prinzip „Viele Hände, schnelles Ende“ packten alle tatkräftig mit an und sowohl der Grünschnitt als auch das Abtragen der alten sowie das Aufbringen der neuen Asche war an zwei arbeitsreichen Tagen gemacht, wobei jeweils mehrere Tonnen Material bewegt werden mussten. Da diese Arbeiten auch in Zukunft in Eigenregie durchgeführt werden sollen, um Kosten zu sparen, wurde für einen schmalen Taler eine spezielle Maschine angeschafft, die das Abtragen des alten Materials deutlich erleichtert.
Zum Abschluss noch ein Aufruf für alle Tennisinteressierten: Auf dem Weg zu beiden sportlichen Zielen freut sich die Mannschaft wie auch im letzten Jahr über Unterstützung bei den Heimspielen. Der Eintritt ist wie immer frei und für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Zur Mannschaft gehören: Ruben Cordes, Olaf Grohs, Daniel Fromme, Nils Anding, Steffen Kaatze, Tim Illguth, Tobias Metje, Christoph Neelmeier, Yannik Jaeschke, Veit Lahme, Johannes Meyer, Ralf Cordes, Tobias Lohr, Dennis Quellhorst, Thomas Plathner