Spiel.Satz.Sieg und Aufstieg für die SVE
Mit einer gehörigen Portion Motivation und vielen Ambitionen startete die Herren-30 Tennismannschaft der SVE in die Sommersaison 2025 der 2. Regionsliga und formulierte vor Beginn der ersten Partie das ganz klare Ziel: Der Aufstieg soll endlich her!
Nach dem ersten Spiel der Saison gegen den TSV Anemolter-Schinna, bei dem personell leider nicht aus dem Vollen geschöpft werden konnte, stellte sich jedoch direkt Ernüchterung ein, das Spiel endete lediglich 3:3 unentschieden. Trotz des frühen Zeitpunkts kamen sofort Zweifel auf, ob es wieder nichts wird mit dem anvisierten „nächsten Schritt“. Die Intensität in den darauffolgenden Trainingseinheiten wurde dann noch einmal angezogen, wobei sich Ralf „Jointer“ Cordes als Coach einbrachte, um an der einen oder anderen Schlag- und Lauftechnik zu feilen. Dieses Vorgehen trug direkt Früchte. Die nächsten Partien gegen den SV RW Deblinghausen (4:2), den RSV Rehburg (4:2), den TSV Loccum (5:1) und den SC Grün-Weiß Großenvörde (5:1) wurden allesamt souverän gewonnen und brachten die Wölper Filzballjäger wieder auf Kurs, sodass es Ende August zum großen Showdown beim SV Husum kommen sollte, die bis dem Zeitpunkt selber noch alle Möglichkeiten hatten selber aufzusteigen. Dementsprechend motiviert trat die SVE mit voller Kapelle gegen die Gastgeber auf der wunderschönen Tennisanlage in Husum an und ließ direkt in allen vier Einzeln die Muskeln spielen. Steffen Kaatze, der es sich trotz anstehender Familienfeier nicht nahm seinen Beitrag zu leisten, und Nils Anding gewannen ihre Einzel gar ohne Spielverlust und auch Ruben Cordes an eins und Daniel Fromme an zwei sorgten mit klaren Zwei-Satz-Siegen für eine frühe Entscheidung zugunsten der Wölper und dem damit verbundenen Aufstieg, was einen dementsprechenden Jubel in der gesamten Truppe zur Folge hatte. Die Husumer zeigten sich dabei als überragende Gastgeber und sorgten mit einer rundum gelungenen Verpflegung dafür, dass die Feierlichkeiten bereits direkt im Anschluss an die beiden Doppel starten konnten. Gerüchten zufolge wurden diese noch bis in die frühen Morgenstunden in der Nienburger Innenstadt fortgesetzt.
Neben diesem sportlichen Erfolg gelang es aber auch, weitere „Talente“ in die Mannschaft zu integrieren, sodass Veit Lahme, Tobias Lohr und Johannes Meyer ihre ersten Spiele unter Wettkampfbedingungen absolvieren konnten und dabei wichtige Punkte und Erfahrungen sammeln konnten. In der kommenden Saison wird es dann in der 1. Regionsliga zum freudig erwarteten Duell mit dem TC Liebenau kommen, zu dem einige Spieler freundschaftliche Beziehungen pflegen, sodass einem wahren Spektakel nichts mehr im Wege steht. Die beiden zwischen den Feiertagen am Jahresende organisierten und durchgeführten Spaßturniere mit Beteiligten beider Vereine in der Halle des TKW Nienburg boten dabei bereits einen Vorgeschmack und ließen die Vorfreude auf dieses Duell bereits ein halbes Jahr im Voraus in ungeahnte Höhen schnellen.
Aber nicht nur im Ligaspielbetrieb sorgte die SVE für Furore, auch im TNB Vereinspokal erhofften sich Tobias Metje, Christoph Neelmeier, Steffen Kaatze und Tim Illguth wieder ähnliche Erfolge einzufahren und auch hier endlich den ganz großen Schritt ins Finale zu gehen. Nachdem in der ersten Runde der TV BW Neustadt mit 2:1 bezwungen wurde, konnten auch der TC Scherenbostel und der TC Meerbeck jeweil äußerst klar mit 3:0 geschlagen werden, sodass es im Halbfinale zum Duell mit dem MTV Harsum kam. Bei deutlich über 30 Grad und brütender Sonne begab sich das Team an einem Mittwoch auf die rund 90 minütige Fahrt Richtung Hildesheim, um sich dort auf der sehr gepflegten Anlage mit der heimischen Truppe um die Litfin-Brüder zu messen. Während Tobias Metje und Christoph Neelmeier im Doppel schnell auf 6:2, 6:2 stellten und die Mannschaft mit 1:0 in Front brachte, verlor Tim Illguth gegen einen überragend aufschlagenden Marcel Litfin mit 6:3 und 6:2, sodass das erste Einzel von Steffen Kaatze die Entscheidung bringen sollte. Nach einem 4:6 im ersten Satz sah es im zweiten Satz und einem Break zum 5:4 für Steffen so aus, als sollte er das Match noch drehen. In den entscheidenden Situationen hatte sein Gegenüber jedoch das Spielglück mit einigen Linienbällen auf seiner Seite, sodass der zweite Durchgang mit 5:7 verloren ging, ein 1:2 auf der Anzeigetafel stand und wieder einmal im Halbfinale Schluss war. „Wie gewohnt“ gegen den späteren Gewinner des Pokals, denn wie auch im letzten Jahr – damals Niederlage im Halbfinale gegen den VfR Weddel – konnte der Halbfinalgeger im Anschluss den Pokal gewinnen. Nichtsdestotrotz wird auch in der kommenden Saison ein erneuter Anlauf genommen, dieses Mal sogar mit zwei Mannschaften (LK 15-20 und LK 20-25), frei nach dem Motto: Aller guten Dinge sind nicht drei, sondern vier – und dieses Mal mit doppelter Kraft!
Und mit diesem Rückblick auf die vergangenen Saison folgt der obligatorische Blick voraus: Das Jahr 2026 hält einige altbewährte, aber auch einige Neuerungen für die Tennissparte der SVE bereit. Ein mittlerweile fester Termin im vollgesteckten Kalender ist das Saisonvorbereitungscamp in Ankum in der Nähe von Osnabrück. Kurz vor Ostern wird sich die gesamte Mannschaft wieder für drei Tage ins See- und Sporthotel Ankum begeben, um dort an den letzten Feinheiten für die anstehende Saison zu arbeiten (dabei steht neben Tennis auch das mittlerweile von einigen semiprofessionell betriebene Cornehole weit oben auf der Agenda) und natürlich den Teamgeist zu stärken. Wie bereits in den letzten Jahren sind alle Teilnehmenden bereits sehr gespannt, welche Schmankerl Vergüngungswart Tim Illguth aus dem Hut zaubern wird. Dazu wird es erstmals zwei Mannschaften geben, die am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen werden. Neben der Herren 30-Mannschaft in der 1. Regionsliga wird in der kommenden Saison auch eine Herren 40-Mannschaft in der 2. Regionsliga an den Start gehen. Dabei werden neben einigen Wölper Tenniscracks auch Spieler aus Langendamm (bspw. Patrick Rannenberg) und Liebenau (Oliver Bade) gemeinsam auf Punktejagd gehen und ausloten, welche Rolle die Mannschaft im Kreis spielen kann. Zielsetzung hier ist ganz klar: Spaß haben und dabei möglichst erfolgreich sein. Für alle Tennisinteressierten gilt auch dieses Jahr: Auf dem Weg zu den genannten sportlichen Zielen freut sich die Mannschaft wie auch in den letzten Jahren über Unterstützung bei den Heimspielen. Der Eintritt ist natürlich frei und für das leibliche Wohl ist immer gesorgt!
Bevor aber überhaupt über die kommende Punktspielsaison nachgedacht werden kann, steht Ende März das obligatorische Herrichten der heimischen Plätze an der Waldstraße auf dem Plan. Es ist mittlerweile Usus, diese Arbeiten in Eigenregie durchzuführen, um Kosten für den Verein zu sparen. Dafür wurden für einen schmalen Taler einige gebrauchte Arbeitsgeräte angeschafft, die für die Herstellung der Plätze unabdingbar sind. Grünschnitt, tonnenweise Sand abtragen, tonnenweise Sand auftragen usw. sind nur einige der Arbeiten, die durchgeführt werden müssen. Wie immer erhofft sich die Sparte viele helfende Hände zum gemeinsamen Arbeitseinsatz begrüßen zu dürfen.
Zum Schluss noch ein Wort zur Neustrukturierung der Tennissparte: Nach langjähriger und absolut überragender(!) Arbeit gab Peter Linke seinen Posten als Spartenleiter ab und überreichte den Tennisstaffelstab an die neuen 1. Vorsitzenden Tobias Metje und Tim Illguth. An dieser Stelle möchten sich die gesamte Mannschaft noch einmal ganz herzlich bei dir, Peter, für dein Engagement, deine Unterstützung und deine Hilfsbereitschaft bedanken. Ein solches ehrenamtliches Engagement ist elementar für das Gelingen von Vereinsarbeit und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Tennissparte so gut entwickelt! Vielen Dank!
Zur Mannschaft gehören: Ruben Cordes, Olaf Grohs, Daniel Fromme, Nils Anding, Steffen Kaatze, Tim Illguth, Tobias Metje, Christoph Neelmeier, Yannik Jaeschke, Veit Lahme, Johannes Meyer, Ralf Cordes, Tobias Lohr, Dennis Quellhorst, Thomas Plathner